Jugendmusik und lokale Interpreten der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Jugendmusik

Es gibt viele Genres die heutzutage als Jugendmusik gelten, beispielsweise hat man da Techno, Drum and Bass, Hip-Hop bzw. Rap oder House, jedoch gibt es noch viele weitere Genres, besonders die EDM-Genres (Electronic Dance Music) sind sehr beliebt und Rap, der aber wegen seiner meist vulgären Texte besonders von Eltern verachtet wird.

Meistens wird Rap mit Kriminalität und EDM mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht, diese Behauptungen treffen aber nicht zwangsläufig zu und befestigen sich auf Klischees.

Des weiteren hört man oft, besonders von Erwachsenen, den Spruch „Das ist doch keine Musik!“, wenn man dann fragt warum es so sei bekommt man als Antwort nur ein dumpfes „Das ist doch nur Bumm, Bumm, Bumm!“ oder „Die reden doch nur, so etwas ist doch kein Gesang!“.

 

Musik ist Geschmackssache, aber man sollte kein Genre verspotten ohne sich vorerst genauer zu informieren oder selber versucht zu haben diese Musik zu machen (vorausgesetzt man kennt sich mit den üblichen Programmen aus). Denn erst dann bemerkt man wie Komplex diese Musikrichtungen sind und wie sehr man sich da hinein hängen muss.

 

Auch in unserer Umgebung gibt es junge Leute die Musik produzieren, ich habe einige Interviewt und bin dabei besonders auf die oben genannten Genres eingegangen. Die befragten Jugendinterpreten stecken viel Zeit und Geld in ihr Hobby und haben es verdient, die Leser über ihre Musik zu informieren.

 

Die Interviewpartner:

 

 

 

DjBready

Name: Weser

Vorname: Dennis

Geburtsdatum: 28.11.1996

Wohnort: Raeren-Eynatten

Künstlername: Dj Bready; DBR Records

Genres: Drum and Bass; Dubstep; Trance; EDM

Weblinks: https://de-de.facebook.com/DjBready; https://soundcloud.com/djbready; http://dbr-studio.com/index.php/produktionen-projekte/elektronische-musik/dj-bready; http://www.amazon.de/Supernova-DJ-Bready/dp/B00FKGNCBS

 

 

 

Bobi

Name: Gjoni

Vorname: Ruben

Geburtsdatum: 16.11.1995

Wohnort: Eupen

Künstlername: Bobi

Genres: Rap; Hip-Hop

Weblinks: https://www.facebook.com/BobioneoftheDB?fref=ts

 

 

Die Interviews:

 

 

DJ Bready a.k.a DBR Records

Seit wann machst du Musik?

Im Alter von 5 Jahren habe ich angefangen Klavier zu spielen, aber vor ca. 5 Jahren bin ich auf die elektronische Musik gestoßen und es hat mich so fasziniert, dass ich begonnen habe meine eigene Musik zu produzieren.

 

Welche Instrumente spielst du?

 

Klavier und durch die Produktion meiner eigenen Musik habe ich mir den Umgang mit sogenannten Drum-Computern, das sind Geräte mit denen man virtuelle Schlagzeuge spielen kann, beigebracht.

 

Wie bist du zu der Leidenschaft Musik gekommen?

 

Im Grunde genommen durch meine Eltern. Schon als ich klein war haben sie mich davon überzeugt, dass Musik das Leben mit etwas schönem und interessanten ergänzen kann.

Warum machst du Musik, und was möchtest du dadurch erreichen?

 

Weil es mir Spaß macht und ich möchte später davon auch leben können. Außerdem finde ich, dass Musik für viele Menschen etwas wichtiges ist und ich möchte mit meiner Musik die Leute erreichen und ihnen meine „Message“ näher bringen, da viele Leute mit Musik Emotionen verbinden.

Welches Genre bzw. Genres bevorzugst du und warum?

Meine Lieblingsgenres sind Drum ’n‘ Bass und Dubstep, da sie viel Energie ausstrahlen können, aber auch ruhig und entspannend sein können.

Kannst du erklären, welche die Besonderheiten dieses bzw. dieser Genres sind?

Drum ’n‘ Bass setzt besonders auf schnelle Rhythmen, vor allem im Schlagzeug und kann alle möglichen Stimmungen mit der Melodie überbringen. Bei Dubstep wird heutzutage sehr auf wilde Basslines und etwas langsamere Schlagzeugrhythmen gesetzt. Basslines sind Klangfolgen aus überwiegend basshaltigen Instrumenten und erinnern in keinster Weise an echte Instrumente. Die Bässe beim Dubstep werden von vielen Leuten häufig mit außerirdischen Geräuschen verglichen.

Wie würdest du einem Erwachsenen dieses Genre erklären?

Diese Genres sind anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man diesen unbekannten Klängen eine Chance gibt, dann kann man ziemlich schnell Gefallen daran finden. Nicht jeder Dubstep-Track ist unbedingt aggressiv oder wild und kann auch beruhigend wirken.

Wer sind deine Idole bzw. Vorbilder?

Mein größtes Idol ist Joe Ford, meiner Meinung nach ist er einfach der Meister des „Sounddesigns“, aber ich habe mich auch durch Produzenten wie Seven Lions, Chase and Status, Deadmau5, Noisia, Dubba Jonny und vielen weiteren inspirieren lassen.

Unterstützen deine Eltern dich dabei?

Ja, meine Eltern stehen voll und ganz hinter mir und motivieren mich auch dazu immer weiter zu machen.

Kannst du schon Erfolge verzeichnen?

Ja in einer gewissen Weise schon, ich bekomme viel positives Feedback aus meinem Bekanntenkreis, habe bereits eine E-Mail von einem größeren Musiknetzwerk bekommen, in welcher stand, dass sie an künftigen Kooperationen interessiert wären und habe bereits einige Kopien meiner Musik online verkaufen können.

Wie veröffentlichst du deine Musik?

Hauptsächlich über das Online-Musikportal „Soundcloud“ und Youtube. Außerdem sind die meisten meiner Lieder auch zum Kauf auf Plattformen wie „Amazon“ und „iTunes“ erhältlich.

Welcher ist dein Lieblingstitel aus deinem Repertoire?

Meine Lieblingstitel sind Origin, Infinite und Space. Wenn ich mich zwischen diesen dreien entscheiden müsste, dann würde ich wahrscheinlich Infinite wählen.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Jedes meiner Lieder erzählt eine Geschichte, aber eher auf musikalischer Ebene als durch Text. Die meisten meiner Tracks sind wie eine Reise, auf der man viele Gefühle durchleben kann, so wie Ruhe und Aufregung.

 

Wie stehst du zu dem Thema ‚Drogen und Musik‘?

Es ist wahr, auf Festivals und Partys werden häufig Drogen genommen, diese Leute werden aber von der EDM-Szene eher als Ausnahmen betrachtet. Mehr als 60% der Festival-Besucher gehen dort hin wegen der Musik und nicht wegen Drogen.

 

 

Bobi

 

Seit wann machst du Musik?

Mit 12 Jahren habe ich Hip-Hop für mich entdeckt. Damals habe ich Eminem und „50 Cent“ gehört ohne wirklich zu realisieren, welche die Message ist. Dann bin ich auf Sido gestoßen und verstand was er sagte. Vor 3 Jahren habe ich viele Texte nach gerappt und bekam gutes Feedback bezüglich meines „Flows“ und kam schließlich auf die Idee eigene Texte zu schreiben.

Welche Instrumente spielst du?

Meine Stimmbänder.

Warum machst du Musik, und was möchtest du dadurch erreichen?

Ich mache hauptsächlich Musik, weil es mir Spaß macht und es meine Leidenschaft ist. Außerdem mag ich es sehr Leute zum Lachen zu bringen und nachdenklich zu machen durch meine Textpassagen.

Kannst du erklären, welche die Besonderheiten von Rap und Hip-Hop sind?

Die Besonderheiten sind bestimmte Themen so in einem Reim zu verpacken, dass es letztendlich auch Sinn ergibt. Zudem singt man auch so zu sagen sagen auf einem so genannten Beat, darauf muss man Emotionen, Flow-Wechsel (Betonung der Worte) und Struktur hinein bringen.

Wo ist der Unterschied zwischen Rap und Hip-Hop?

Hip-Hop ist eine Kultur, bei der es Dj’s, Breakdancer’s, Sprayer’s (Graffiti-Kunst) und Rapper gibt. Diese sind die 4 Elemente dieser Kultur.

Wie würdest du einem Erwachsenen dieses Genre erklären?

In erster Linie geht es darum sich zu beweisen. Wer hat die besseren Texte und die längeren und besseren Reime und Reimketten? Es geht um Witz bei einer Gegenüberstellung von 2 Rappern, die sich verbal fertig machen. In zweiter Linie gilt es sich mit seiner Musik zu „therapieren“ und das zu schreiben, was einem auf dem Herzen liegt.

Wer sind deine Idole bzw. Vorbilder?

Eminem (Marshall Mathers), denn er ist zeitlos und nimmt dich in seiner Musik mit. Er kann in binnen 4 Zeilen deine Stimmung ändern. Im Deutschrap habe ich mich von Genetikk, Fard, Kalim und SSIO inspirieren lassen. Sie alle haben was besonderes, wie bei Genetikk die Surrealität, bei Fard, seine Sprüche, bei Kalim, seine Realness, das bedeutet, dass das was er sagt Wahr istund bei SSIO ist es sein Humor der überzeugt.

Unterstützen deine Eltern dich dabei?

Sie unterstützen mich schon, aber wenn ich mal ins Studio gehe und ein Track nicht fertig wird, dann behaupten sie es wäre Zeitverschwendung. Jedoch haben sie mir auch schon öfter ihr Auto ausgeliehen um zu Konzerten zu fahren.

Kannst du schon Erfolge verzeichnen?

Ja, ich wurde schon auf einige Konzerte eingeladen und konnte mich dort beweisen. Dort bekam ich viel positives Feedback.

Wie veröffentlichst du deine Musik?

Vor allen dingen über soziale Netzwerke und Videoplattformen wie Facebook oder Youtube.

Welcher ist dein Lieblingstitel aus deinem Repertoire?

 

Ich mag alle meine Lieder, das ist wie als würdest du deine Mutter fragen welches Kind sie am liebsten hat.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Meine Musik ist noch ausbaufähig, ich habe noch nicht wirklich erkannt was meine Musik ist.

 

Was hältst du von dem Klischee dass die Gesamte Hip-Hop Szene kriminell ist?

Nein, die beschriebene Kriminalität ist eher ein Stilmittel. Rapper haben meistens ein Alter-Ego mit dem sie ihren Emotionen freien Lauf lassen können, es ist ihr Ventil.

 

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Hi!
Ich bin Dennis, 18 Jahre alt und Musiker.
Seit ich denken kann spiel ich schon Klavier (Naja, eigentlich seit 13 Jahren und denken kann ja jedes Lebewesen sobald es geboren wurde, aber das interessiert ja eh keinen ;D ) und seit 5 Jahren bin ich im DJ und Producer Bereich tätig. Ich habe mein eigenes Studio und liebe es dort Musik zu machen. Mein Studio ist mein bisher größtes und wohl wichtigstes Projekt. Mit meinem Blog möchte ich den Menschen zeigen, was ich momentan mache und wie es mit meinem Studio voran geht.